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Einzahlung der Produktivitätsprämien in den Rentenfonds Laborfonds



   + Allgemeines

Das Haushaltsgesetz 2017 (das “Gesetz”) hat steuerliche Vergünstigungen für die Behandlung von Produktivitätsprämien, welche im letzten Jahr durch das Stabilitätsgesetz eingeführt wurden, vorgesehen.
 
Das Gesetz sieht dabei eine wichtige Neuerung für eingeschriebene Mitglieder der Pensionsfonds vor!
Falls der Arbeitnehmer sich entscheidet, einen Teil oder die gesamte Produktivitätsprämie in die Zusatzvorsorge einzuzahlen, werden diese Beitragszahlungen nicht zum Einkommen aus abhängiger Arbeit gezählt, auch für den Fall das die Beitragszahlungen die normale Höchstgrenze der Abzugsfähigkeit vom Einkommen (5.164,57 Euro) übersteigen. Weiters werden die Beitragszahlungen aus Produktivitätsprämien nicht zur steuerlichen Bemessungsgrundlage zum Zeitpunkt der Rentenleistung gezählt.
 
Um den eingeschriebenen Arbeitnehmern und Betrieben die Möglichkeit zu geben, die vom Gesetz vorgesehenen Vergünstigungen ausschöpfen zu können, hat der Rentenfonds Laborfonds die vorliegende Anleitung erstellt. Darin sind die operativen Modalitäten zur Durchführung der Beitragszahlung an den Rentenfonds Laborfonds und den dazugehörenden Mitteilungen im Zusammenhang mit Produktivitätsprämien, erläutert. 
 
Wir erinnern daran, dass die Komponenten des Gehalts, für welche die steuerlichen Vergünstigungen gelten, laut Art. 1, Absatz 182 ff. des Stabilitätsgesetztes 2016 (abgeändert durch das Haushaltsgesetz 2017 sowie durch das Gesetzesdekret Nr. 50/2017) auf eine „Steigerung der Produktivität, der Rentabilität, der Qualität, der Effizienz und der Innovation“, messbar und überprüfbar anhand der im Ministerialdekrets für Arbeit vom 25. März 2016, „sowie die Beträge, welche in Form von Beteiligung am Unternehmensgewinn ausbezahlt werden“, zurückführbar sein müssen.
 
+ Orientierungshilfe bei die Wahl der Auszahlungsmodalität der Produktivitätsprämien
 
a) AUSZAHLUNG DERR PRODUKTIVITÄTSPRÄMIE IM LOHNSTREIFEN
 
Produktivitätsprämien, die über den Lohnstreifen ausgezahlt werden, werden bis zu einem Betrag von jährlich brutto 3.000 € mit einer Ersatzsteuer von 10% belastet. Der Höchstbetrag für diese steuerliche Vergünstigung steigt auf brutto 4.000 € pro Jahr für Unternehmen, die eine paritätische Beteiligung der Arbeitnehmer bei der Arbeitsorganisation vorsehen.
 
Die Anwendung der steuerlichen Vergünstigung gilt für alle Arbeitnehmer im Privatsektor, die im abgelaufenen Jahr ein Bruttoeinkommen aus abhängiger Arbeit von maximal 80.000 € erzielt haben. Der Teil der Produktivitätsprämie, der die oben angegebenen Grenzwerte übersteigt, wird zum Einkommen des Arbeitnehmers hinzugezählt und unterliegt der normalen IRPEF-Besteuerung.
Die oben erläuterten Regelungen gelten für die Arbeitnehmer, welche in jedem Fall für erhaltene Beträge über den Lohnstreifen Beitragszahlungen in die Zusatzvorsorge tätigen (unabhängig ob diese über oder unter dem oben angegebenen Plafonds).
 
Für den Arbeitgeber hingegen, stellen Produktivitätsprämien, welche den Arbeitnehmern über den Lohnstreifen ausgezahlt werden, ähnlich Kosten wie für die ordentliche Entlohnung dar, da der Arbeitgeber für diese Beträge die vorgesehenen Arbeitgeberbeiträge für die Zusatzvorsorge und die Kosten für Arbeit tragen muss. Diese Aufwendungen können nur teilweise mit der für alle ausgezahlten Produktivitätsprämien vorgesehenen IRES-Abzugsfähigkeit kompensiert werden.
 
 
 
b) VOLLSTÄNDIGER ODER TEILWEISE ERHALT DER PRODUKTIVITÄTSPRÄMIE IN FORM VON WELFARE-LEISTUNGEN: DIE BEITRAGSZAHLUNG AN DEN RENTENFONDS
Das Stabilitätsgesetz bietet weiters für den Arbeitnehmer die Möglichkeit, einen Teil oder die gesamte Produktivitätsprämie in Form von Welfare-Leistungen (Beträge und Werte gemäß Art. 51 des Einkommenssteuergesetztes TUIR, Absatz 2 und 3), u.a. Beitragszahlungen in die Zusatzrentenformen, zu erhalten.
Wählt der Arbeitnehmer diese Option und zahlt die Beträge der Produktivitätsprämie in den Zusatzrentenfonds ein, gelten für diese Beitragszahlungen folgende steuerlichen Vergünstigungen:
+ sie werden nicht mit einer Ersatzsteuer von 10% besteuert;
+ sie tragen nicht zum Einkommen aus abhängiger Arbeit bei;
+ sie werden nicht zum Einkommen aus abhängiger Arbeit gezählt, auch für den Fall dass der Plafond der Abzugsfähigkeit der Beitragszahlungen von 5.164,57 Euro überschritten wird.
Beitragszahlungen von Produktivitätsprämien in die Zusatzrentenformen sind vollkommen steuerfrei, da sie auch zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme einer Leistung nicht besteuert werden.
Um von den steuerlichen Vergünstigungen profitieren zu können, müssen die Beträge und Werte, für welche eine Ersatzsteuer angewandt werden kann (Prämienzahlungen lt. den Kriterien des Gesetzesdekrets sowie Beteiligungen am Unternehmensgewinn) auf Basis von Unternehmensabkommen oder territorialen Kollektivverträgen gemäß Art. 51 des Gesetzesdekrets vom 15. Juni 2015, Nr. 81, welche die Beitragszahlung der Produktivitätsprämie in die Zusatzvorsorge vorsieht, durchgeführt werden. Die Abkommen bzw. Kollektivverträge müssen des Weiteren die operativen Modalitäten für die Bekundung der Wahl festlegen. 
 
c) MITTEILUNGSMODALITÄT HINSICHTLICH DER BEITRAGSZAHLUNGEN VON PRODUKTIVITÄTSPRÄMIEN DURCH DAS UNTERNEHMEN
Die steuerlichen Vergünstigungen, welche die vollkommene Steuerbefreiung der Produktivitätsprämien zugunsten der Zusatzrentenformen sowohl in der Einzahlungsphase als auch zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme einer Leistung, vorsehen, hat für den Rentenfonds Laborfonds eine Anpassung der Informationsflüsse, die vom Arbeitgeber bzw. dem Arbeitsrechtsberater für die periodischen Mitteilungen verwendet werden, notwendig gemacht (siehe Anhang).
Die Produktivitätsprämie, die auf die individuelle Position des eingeschriebenen Arbeitnehmers beim Rentenfonds eingezahlt wird, muss getrennt von den anderen Beitragsarten an den Fonds übermittelt werden.
Die Mitteilungsmodalität hinsichtlich der oben beschriebenen Beiträge hängt von der angewandten Mitteilungsart der Beitragszahlungen ab:
a) Laden der Liste der Beitragszahlung im Format xls;
b) Laden der Liste der Beitragszahlung im Format ASCII.
Für weitere Informationen stehen wir Ihnen auch die Referenten unseres Verwaltungsservices Pensplan Centrum zur Verfügung.

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