Kommentar des Generaldirektors zu den Renditen zum 30.6.2026
30.07.2026
Die Renditen fielen im zweiten Quartal 2026 besser aus als im ersten, wodurch seit Jahresbeginn alle Linien in den positiven Bereich gelangten: Sie reichen von knapp +1 % netto bei der Garantierten bis zu glatten 7 % bei der Dynamischen (übrigens alle über ihren jeweiligen Finanz-Benchmarks).
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Im zweiten Quartal verzeichneten die Finanzmärkte tatsächlich eine deutliche Erholung und ließen die anfängliche Volatilität hinter sich, die durch Krisen im Nahen Osten und hohe Energiepreise ausgelöst worden war. Hauptantrieb des Wachstums waren künstliche Intelligenz und Halbleiter. Hinzu kam das allmähliche Nachlassen der Befürchtungen vor einer globalen Rezession, dank der Verhandlungen, die den Ölpreis nach Mitte Juni rasch wieder in Richtung 70 Dollar pro Barrel zurückbrachten.
Die internationalen Börsen waren von einem allgemeinen Wachstum geprägt:
- In den USA schloss der S&P 500 mit einem Plus von +15 % und erzielte mit dem Nasdaq die beste Quartalsperformance der letzten Jahre;
- In Europa waren positive Entwicklungen zu verzeichnen, wenn auch vergleichsweise bescheiden. Der europäische STOXX 600 schloss mit +8 % ab, während der FTSE MIB eine hervorragende Widerstandsfähigkeit zeigte und seit Jahresbeginn einen Gewinn von fast 15 % verzeichnete;
- Die Schwellenmärkte legten mit über +20 % kräftig zu und erzielten das beste Ergebnis seit 2009. Der Schub kam vor allem aus Südkorea und Taiwan, den Zentren der Mikrochip-Produktion (die mittlerweile den großen Technologiegiganten – die enorme Kapitalströme erfordern – vorgezogen werden, da sie als unmittelbare Nutznießer der KI-bezogenen Ausgaben gelten);
- Der globale MSCI-World-Index verzeichnete einen Anstieg von fast 14 %.
Bezüglich Zinssätze haben die Zentralbanken einen vorsichtigen Kurs beibehalten, um den Inflationsspitzen der vergangenen Monate entgegenzuwirken. Bei ihrer Sitzung im Juni zeigte sich die FED hawkischer als erwartet, und nun macht den Märkten eine mögliche Zinserhöhung bis Ende 2026 zu schaffen (was zu einer höheren Attraktivität des Dollars führt). Die EZB hingegen hat den Einlagensatz bereits auf 2,25 % angehoben, um die durch die Energiekosten bedingte Inflation der vergangenen Monate einzudämmen (vielleicht in Erinnerung der Fehler von 2022), und auch in diesem Fall preisen die Marktteilnehmer bereits weitere mögliche Maßnahmen ein.
Seit Anfang Juli ist die Lage jedoch wieder kompliziert und schwer einzuschätzen. Die Nachrichten aus dem Nahen Osten berichten von neuen Kriegshandlungen, die realistischste Analysten bereits zur Abkommensunterzeichnung zwischen den USA und dem Iran Mitte Juni prophezeit hatten.
In der Straße von Hormus ging es daher von „Kapitäne, startet die Motoren wieder!“ zu einem neuen Chaos über, das den Ölpreis erneut in die Höhe treibt. Vielleicht haben nicht einmal die Hauptakteure dieser Ereignisse eine klare Vorstellung davon, wie dieses Szenario zu lösen sei (ganz von den anderen zu schweigen, wie zum Beispiel den Krieg zwischen Russland und der Ukraine, um nur eines zu nennen). Sich vorzustellen, wie sich die Finanzmärkte in den kommenden Monaten entwickeln könnten, ist daher unrealistisch (und nicht unsere Aufgabe): Wir können jedoch nicht übersehen, dass das Wachstum solide ist und auch im letzten Jahr komplexen Situationen „standgehalten“ hat, sodass es möglich erscheint, dass es sich auch in den kommenden Monaten fortsetzen könnte.
Die Entwicklung der letzten Monate lehrt uns, dass es in einem derart unbeständigen Umfeld schnell zu Schwankungen kommen kann. Laborfonds beaobachtet die Situation in enger Abstimmung mit den Vermögensverwaltern und greift bei Bedarf ein, um die Interessen der Mitglieder zu wahren.
Für die Altersvorsorge haben diese Nachrichten jedoch wenig Bedeutung: Wie wir seit Jahren bis zum Überdruss wiederholen, spielt das Resultat eines Quartals oder eines Jahres – ob positiv oder negativ – kaum eine Rolle, wenn man den langfristigen Horizont im Blick hat. Was hingegen zählt, sind der langfristige Trend und die richtige Wahl der Anlagestrategie (aggressiver in der Zeit vor dem Ruhestand, konservativer gegen Ende). Wenn man sich an diese Leitlinien hält, ist es einfach, den richtigen Kurs zu bleiben.
Das starke Wachstum der letzten Monate hat sich auch in anderen Bereichen fortgesetzt:
- 2026 wurde bereits die Marke von 10.000 Neueinschreibungen überschritten (fast doppelt so viele wie im ersten Halbjahr 2025), auch dank des Schubs durch den regionalen Bonus für Neugeborene;
- Die Zahl der aktiven Mitglieder lag zum 30. Juni bei über 158.000 (es ist, als hätten wir erst gestern die 150.000er-Marke gefeiert…), während der Nettozuwachs an Mitgliedern die 8.000er-Marke überschritten hat (+254 %);
- Das verwaltete Vermögen näherte sich der Schwelle von 5 Milliarden Euro (heute 4.918 Millionen, über 13 % mehr als im Vorjahr);
- Dieses Wachstum ist auch auf den Anstieg der Beitragseinnahmen im Halbjahr auf über 243 Millionen Euro zurückzuführen, was einem Plus von 19 % gegenüber dem Vorjahr entspricht (bei diesem Tempo würde sich die Gesamtsumme zum Jahresende einer halben Milliarde Euro nähern).
Das sind Zahlen, die noch vor kurzem einer Fata Morgana ähnelten. Vielleicht nehmen wir diese Erfolge heute als selbstverständlich hin, doch das wäre falsch, denn sie kommen nicht von allein: Hinter diesen Ergebnissen stehen die konkrete und tägliche Arbeit und das Engagement der Frauen und Männer, die das Laborfonds-Ökosystem bilden.

Stefano Pavesi, Generaldirektor
Kommentar zur Quartalsentwicklung (Q2) 2026
Garantierte Linie
- Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete die Garantierte Linie eine positive Nettorendite (+1,44 %) und glich damit die im ersten Quartal entstandenen Verluste vollständig aus, die auf die Reaktion der Märkte auf die Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen waren.
- Die Wertentwicklung der Linie wurde durch die guten Ergebnisse des europäischen Anleihemarktes gestützt, sowohl im Segment der Staatsanleihen (insbesondere der italienischen) als auch bei den Investment-Grade-Unternehmensanleihen. Auch der europäische Aktienmarkt leistete einen positiven Beitrag, wenn auch in geringerem Umfang, angesichts des begrenzten Engagements des Portfolios in dieser Anlageklasse.
Vorsichtig-Ethische Linie
- Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete die Linie eine positive Wertentwicklung (+3,90 %) und schnitt damit besser ab als die Referenzbenchmark (+3,76 %).
- Die Quartalsperformance profitierte vom positiven Beitrag des Aktiensegments, das vom Vermögensverwalter gegenüber der Benchmark übergewichtet wurde. Die wichtigsten Beiträge stammten aus europäischen Aktien sowie aus Staatsanleihen des geplanten EWU-Raums und auf Euro lautenden Unternehmensanleihen mit Investment-Grade-Rating. Relativ gesehen haben die Allokationsentscheidungen in der Anlageklasse Aktien Wert geschaffen und zur Gesamtperformance der Linie beigetragen.
Ausgewogene Linie
- Im Einklang mit den anderen Portfolios schloss die Linie das zweite Quartal mit einer positiven Nettorendite ab (+4,60 % gegenüber +4,45 % der Benchmark). Die Wertentwicklung profitierte von der Erholung der Finanzmärkte, die durch die allmähliche Entspannung der Lage am Persischen Golf und die teilweise Wiederaufnahme des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus gestützt wurde.
- Im semi-passiven globalen Anleihemandat trug das Engagement in Staatsanleihen der Eurozone und der USA, in inflationsindexierten Staatsanleihen sowie in auf Euro lautenden Investment-Grade-Unternehmensanleihen positiv zur Quartalsperformance bei. Hinzu kam der Beitrag der vom Vermögensverwalter verfolgten Strategie der Auswahl europäischer Anleihen.
- Bei den aktiven, ausgewogenen Anleihemandaten stammten die wichtigsten Beiträge zur Wertentwicklung aus der Aktienkomponente, insbesondere aus den nordamerikanischen, Schwellen- und EMU-Märkten sowie aus dem Segment der europäischen Small Caps. Einen positiven Beitrag leisteten auch Staatsanleihen aus der Eurozone und den Vereinigten Staaten. Relativ gesehen erzielten die von Eurizon und BlackRock umgesetzten Titelauswahlstrategien für nordamerikanische Aktien einen Mehrwert gegenüber der Benchmark.
- Die aktiven globalen Aktienmandate verzeichneten deutlich positive Wertentwicklungen, gestützt durch die günstigen Aussichten für das Unternehmensgewinnwachstum und die Entwicklungsaussichten im Zusammenhang mit technologischer Innovation und künstlicher Intelligenz, die die Aktienmärkte weiterhin stützten. Besonders hervorzuheben sind die vom Fondsmanager Allianz umgesetzten Strategien im US-amerikanischen und europäischen Aktienbereich.
Dynamische Linie
- Im Vergleich zu den anderen Linien bestätigte die Dynamische aufgrund des stärkeren Engagements in der Anlageklasse Aktien eine höhere Wertentwicklung, die im Laufe des Quartals von der günstigen Marktentwicklung profitierte. Mit einer vierteljährlichen Nettorendite von +7,00 % übertraf der Fonds seine Benchmark (+6,41 %).
- Die semi-passiven globalen Anleihen- und die aktiven globalen Aktienmandate entwickelten sich im Wesentlichen parallel zu den entsprechenden Mandaten der Ausgewogenen Linie, sowohl hinsichtlich des Beitrags der verschiedenen Anlageklassen als auch in Bezug auf die Auswirkungen der Anlageentscheidungen der Vermögensverwalter. Insbesondere stachen die von Amundi umgesetzten Strategien hervor, die sowohl durch Entscheidungen zur Vermögensallokation als auch durch die Titelauswahl Wert generierten, wobei der Schwerpunkt auf den Märkten Nordamerikas, des Pazifikraums und der Schwellenländer lag.

Werte MTD Month To Date – seit Monatsbeginn. Der Wert jeder Spalte berücksichtigt die Entwicklung des jeweiligen Monats. Beispiel: Wie hat die Garantierte Linie im Januar reagiert? Wie hat sie im Februar reagiert? Werte YTD Year To Date – seit Jahresbeginn. Der Wert der Linien berücksichtigt die "kumulierte" Entwicklung der Linie seit Jahresbeginn. Zum Beispiel, wenn wir die Monate Januar, Februar und März betrachten, wie zeichnet sich da die Situation der Dynamischen Linie ab?
Mitglieder zum 30.06.2026

Vermögen zum 30.06.2026


