Laborfonds präsentiert seinen ersten Sozialbericht
28.10.2026
Laborfonds präsentiert seinen ersten Sozialbericht: über 25 Jahre Wertschöpfung für die Menschen und die Region
460 finanzierte lokale Unternehmen, Wohnungen zu leistbaren Mieten für 1.500 Bürger:innen und 1,8 Milliarden Euro, die in 25 Jahren an die Mitglieder ausbezahlt wurden. Das Dokument beschreibt die wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen des Fonds auf die Region.
Laborfonds präsentiert seinen ersten Sozialbericht. Das Dokument zeichnet die erzielten Ergebnisse nach und legt Rechenschaft über den vom Fonds für die Mitglieder, die Unternehmen und die Gemeinden in Trentino-Südtirol geschaffenen Mehrwert ab. Die Initiative soll das Engagement für Transparenz, Verantwortung und den Dialog mit allen Interessengruppen stärken.
Der Fonds zählt heute über 162.000 Mitglieder und verfügt über ein Vermögen von rund 5 Milliarden Euro. In den 25 Jahren seines Bestehens hat er den Mitgliedern rund 1,8 Milliarden Euro in Form von Rentenleistungen, Ablösen und Vorauszahlungen ausgezahlt und sich damit als Bezugspunkt für die Altersvorsorge in der Region etabliert.
„Bis gestern waren wir es gewohnt, unsere Arbeit anhand von Zahlen, Renditen und Mitgliederquoten zu dokumentieren – Zahlen, auf die wir stolz sind. Heute gehen wir mit unserem ersten Sozialbericht einen Schritt weiter: Wir wollen transparent darlegen, wofür Laborfonds steht: nicht nur ein Instrument zum Aufbau einer Zusatzrente, sondern auch eine kollektive Einrichtung der Sozialfürsorge und eine Organisation, die tief mit ihrer Region verbunden ist. Die in diesen 25 Jahren erzielten Ergebnisse zeugen von der Verantwortung, die wir gegenüber den Menschen empfinden, die uns ihre Zukunft anvertrauen. Eine Verantwortung, die bedeutet, die Vorsorge der Mitglieder mit einem positiven Beitrag zum sozialen Zusammenhalt und zur Entwicklung der ganzen Region zu verbinden“, erklärt Lorenzo Bertoli, Präsident von Laborfonds.
Alfred Ebner, Vizepräsident des Fonds, fügt hinzu: „Wir gehen diesen zusätzlichen Schritt in der Überzeugung, dass der Sozialbericht die beste Antwort auf die Herausforderung der vollständigen Übertragbarkeit des Arbeitgeberbeitrags ist. Wir wollen so die Gefahr in eine Chance verwandeln: die Chance, ein Mitglied zu gewinnen, das sich noch stärker bewusst ist, dass die Anvertrauung seiner Mittel an Laborfonds nicht nur seine wirtschaftliche Zukunft absichert, sondern auch dazu beiträgt, eine gerechtere Wirtschaft, eine sauberere Umwelt und einen inklusiveren Arbeitsmarkt zu schaffen.“
Der Beitrag des Fonds geht über die Altersvorsorge hinaus. Bis heute belaufen sich die in alternativen Investmentfonds eingegangenen Verpflichtungen auf 311 Millionen Euro. Durch gezielte Initiativen wurden 460 lokale Unternehmen finanziert, während etwa 1.500 Menschen eine Unterkunft in Sozialwohnungen mit leistbaren Mieten gefunden haben. Auch im Umweltbereich tragen die Investitionen zum nachhaltigen Wandel bei: Schätzungen zufolge werden jährlich 515.000 Tonnen CO₂ eingespart und eine Million MWh erneuerbare Energie erzeugt.
„Wir setzen diesen Weg fort; so haben wir kürzlich Anteile an Alternativen Investmentfonds gezeichnet, die in soziale Projekte, in Infrastruktur für die Energiewende und in nationale Unternehmen investieren. Zudem läuft derzeit das Auswahlverfahren für einen Verwalter im Rahmen eines Mandats für Ko-Investitionen in Unternehmen der Region“, erklärt Eugenio Quarti, Interimsdirektor des Fonds.
Das Dokument gibt auch das Ergebnis des Dialogs mit den Stakeholdern, darunter Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände und Institutionen wieder. Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die Tätigkeit des Fonds zu bieten und eine fundierte Bewertung der erzielten Ergebnisse sowie der zukünftigen Herausforderungen zu ermöglichen.
Chiara Mattei, Leiterin des Bereichs Rechtsangelegenheiten und Organisation und Projektverantwortliche für den Sozialbericht, erklärt: „Die Erstellung des ersten Sozialberichts stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Transparenz und Verantwortlichkeit von Laborfonds dar. Rechenschaft abzulegen bedeutet, Informationen klar zu strukturieren und zu kommunizieren, über die durchgeführten Aktivitäten zu berichten und die Auswirkungen unserer Entscheidungen auf die verschiedenen Interessengruppen verständlich zu machen. Die Einbindung der Stakeholder war ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses und bildet eine nützliche Grundlage, um die Fähigkeit des Fonds, zuzuhören, im Dialog zu stehen und Rechenschaft über sein Handeln abzulegen, weiter zu verbessern.“
Mit der Veröffentlichung seines ersten Sozialberichts bekräftigt Laborfonds somit sein Engagement, den für die Mitglieder und die Region geschaffenen Mehrwert auf zugängliche Weise darzustellen.
Entdecken Sie den Sozialbericht 2025

Ph. Marco Parisi

